|
Leinen los, Herr Kapitän!
13.06.2026 23:52
Hier hatte ich dir ja schon geschrieben, weshalb ich nach LE gefahren bin. Jetzt mal ehrlich, Klassentreffen zum 40-jährigen Schulabschluss. 40 Jahre! Junge, wie die Zeit vergeht! Jedoch sind wir noch nicht so alt, dass wir nur zum nachmittäglichen Kaffeekränzchen uns treffen und dann ist um 17:30 Uhr alles wieder vorbei. Warten wir mal 20 Jahre ab und schauen wir mal wie es 2046 ausschaut. 2006 sind wir in den Leipziger Zoo gegangen, also bevor wir uns zum Essen & Trinken getroffen haben. In den nine Days in LE hatte ich auch schon den Zoo abgearbeitet. Diesmal sollte es etwas anderes geben, auch weil es vielleicht auch noch niemand so gemacht hatte. Eine Bootsfahrt auf den Kanälen. Über Stadtrundfahrt LE ausgesucht und dann die Kanalrundfahrt im Panorama-Boot gecheckt, nachgefragt & gebucht. Die Tour sollte ab dem neueröffneten Stadthafen starten. Es gab auch schon Kanalfahrten ab Plagwitz/Schleußig, jetzt jedoch die Erweiterung. Direkt in der Nähe der Bimmel-Haltestelle Westplatz ist das Schreberbad und eben auch der Stadthafen. Leicht zu finden, selbst für mich. Die, die sich angemeldet hatten, erschienen. Einzige Einschränkung war ja, dass wenn es regnet, dann wird die Panoramafahrt nicht stattfinden. Beim Frühstück mit meinen Eltern war es sonnig, was also sollte schiefgehen? In der Bimmel sah man dann schon einige Tropfen. Doch was soll es mich kümmern. Nun ja, etwas bedröppelt kam ich dann am Treffpunkt an. Egal. Der Stadthafen ist in Holz- & Stahloptik gehalten, zudem gibt es gastronomische Einrichtungen und verschiedene Anbieter für geführte Bootstouren. Man kann jedoch auch Kanus mieten oder sein eigenes nutzen. Also für jedeN etwas dabei. Die gebuchte Zeit war gekommen, wir hin zum Panoramaboot, namens Marianne, und da wir uns das Boot mit anderen Menschen teilten, arrangierte der Kapitän die Menschen so, dass man zusammensitzen konnte. Man musste nur seinen Sitz etwas trocknen, da es ja vorher eine kleine Husche gab. Leinen los, Herr Kapitän! Das Boot konnte so an die 20 Personen mitnehmen, war recht schmal, nicht allzu lang und man konnte, außer in der ersten Reihe, so zu dritt in einer Reihe sitzen. Einzelne Sitze, die sich drehen ließen und eine flexible Lehne hatte. Dies wird noch wichtig sein. Doch zunächst ein paar Bilder. Zur Erklärung: Die gelbe Pylone am Bug des Bootes dient dem Kapitän als Orientierungshilfe beim Steuern selbigen. Die Plastikmatte dient des Nachts der Abdeckung und ist somit jetzt aufgerollt. ![]() ![]() ![]() ![]() Diese vier Bilder sind noch mit Teilen des Stadthafens aufgenommen. Dann ging es auf die Kanäle der weißen Elster (alte Elster) und des Karl-Heine-Kanals. ![]() ![]() ![]() Hier der Grund für die flexible Rückenlehne, eben damit man sich tief nach hinten beugen kann, ja muss. ![]() Auf dem Rückweg aufgenommen: Wie du siehst, war es schon sonnig, ich kann dir auch berichten, dass meine Platte dann auch sehr gerötet war und schon gut spannte, es war jedoch nicht auf der ganzen Tour so. ![]() ![]() ![]() ![]() Elster-Flutbecken, Palmengarten, Elstermühlgraben, ehemalige Fabrikgebäude, umgebaut zu Wohnungen & Lofts, Hochwasserschutz und Natur durch vorhandene Biber und Wasservögel usw. Richtig schöne Wasserwege, welche man früher so nicht wahr nahm, zumal es an den Flüssen in & um Leipzig eher fragwürdig war. Wasser schwarz, weißer Schaum und widerlicher Gestank. So kannten wir die Wasserwege. In Leipzig? Nur die ... ![]() ![]() ![]() ![]() Wie du auf folgendem Bild sehen kannst, gab es dann doch noch mal eine kleine Husche. Da jedoch viele mit Schirm unterwegs waren, mein Sitznachbar in der ersten Reihe ebenso, wurde man eigentlich nicht nass. ![]() Dann ging es auch schon wieder. ![]() ![]() ![]() Es waren ja nicht nur die bebauten Ufer zu sehen. Auch gab es einige Ruder-/Kanuvereine, die dort ihre Ableger hatten. Sicher auch private Zugänge. Ebenso die alte Location der Riverboot-Talkshow. ![]() ![]() Am Kanal ist dann auch die Julburg zu sehen, welche ich gar nicht kannte. ![]() Ebenso kamen wir an der Baedeker Villa vorbei. Baedeker? Klar doch, er hier. Als echter Tourist haste sicher schon mal eines seiner Werke (also des Verlages) in den Händen gehalten. ![]() Zudem hatten wir das Glück, noch einen Graureiher zu sehen. ![]() Dann ging es auch wieder zurück zum Stadthafen und man ging wieder an Land. Die Fahrt, in einem Elektroboot, welches ich sehr angenehm empfand, auch die anderen Boote und Kanus usw., Klein Venedig. Einiges habe ich auch weggelassen, also vergessen. Das Preis/Leistung Verhältnis war top. Einziger Kritikpunkt, und vielleicht fehlt es da noch an Übung und etwas breiterem Wissen, war durch den Kapitän geführte Tour. Viele Kunstpausen mitten im Satz. Wiederholungen. Also direkt danach und nicht auf Hin-/Rückfahrt bezogen. Eine gewisse Lässigkeit, Klönschnack eben, vielleicht auch etwas Seemannsgarn fehlte da etwas. Doch er gab sich Mühe, dies will ich ihm auch gar nicht absprechen. Informativ war es auch sehr. Nur eben etwas langatmig. Eben so, wie meine ganzen Beiträge hier auf dieser Seite. Herr Jens P.S. wie es weiterging? Na gut. Mit der Bimmel in unser altes Viertel gefahren, die alte Schule und die alten Wohnhäuser, sofern sie noch standen, abgegrast und man hat sich mit alten Geschichten wie "... weißte noch? ..." amüsiert und auch neues erfahren, Lebenswege eben, so nach 40 Jahren. Dann eine Kaffee-/Eispause. War nötig. Mit der S-Bahn, um die Massen von Konzertbesuchern im Zentralstadion zu entgehen, sind wir Downtown gefahren, haben auf den Smartphones sehr alte Klassenfotos angesehen und auch öfter herzhaft lachen müssen. Weiter mit der Bimmel in die Karli, genau gegenüber der Löffelfamilie, ist das Fischer-Art-Haus. Darin befindet sich der Gastro-Pub LaBoum. Da kamen dann auch noch zwei Leute hinzu, sodass wir in größerer Runde quatschten, tranken, etwas futterten und einen schönen Abend hatten. ![]() ![]() ![]() Jederzeit gerne wieder, sowohl als auch. Also so kleine Touren und die Leute treffen. Danke für den Tag, Abend anbrechende Nacht. |