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Da bleibt die Luft weg!
24.09.2026 17:46

Sicher, man hätte auch die Überschrift nehmen können: immer neue Baustellen. Doch dann hätte man denken können, dass ich wieder von der Bahn oder dem HVV schreiben möchte. Doch dem ist nicht so. Daher passt obige Überschrift schon ganz gut.

Angefangen hatte es schon viel früher, doch blieb es unbeachtet. Zu Coronazeiten, im ersten Lockdown, fiel es mir nun stärker auf: so langsam bekomme ich Probleme. So zum Beispiel, dass ich eine Hausbewohnerin den Koffer zwei Etagen hochtragen wollte, so ganz der Angeber, weißte schon. Gesagt, getan. Doch dann musste ich in meine Wohnung und mir fiel auf, dass mir komplett die Luft wegblieb und das Atmen hörbar war. Dampflokomotive lässt grüßen.

Schnell beruhigte ich mich und habe da echt nicht weiter darüber nachgedacht. Dann, als es wieder gelockert wurde, man auch unter Auflagen reisen konnte, fuhr ich nach Franken, siehe hier und fünf weiteren Berichten. Es war toll, landschaftlich schön gelegen, auch auf einem Berg. Und hier gab es wieder diese Probleme. Geradeaus laufen. Easy. Doch bergauf gabs wieder Atemnot und beinahe panische Reaktionen. Klar, wenn einem die Luft wegbleibt.

Es verging auch wieder. Da war keine Regelmäßigkeit, kein Muster. Ja, als ich den Tennispartner immer besuchte, das hatte ich schon etwas zu kämpfen, die letzten Male sogar sehr. Er wohnt in der 5. Etage und dies ohne Aufzug. Was habe ich da immer pumpen müssen! Aber hey, vielleicht trage ich auch ein paar Kilo zu viel auf den Hüften. Was weiß denn ich?

Zeit vergeht, man denkt nicht mehr daran. Alles gut. Doch ganz langsam, jedoch sich stetig steigernd, kamen mir Herzschmerzen. Es war ein Gefühl als läge eine Steinplatte auf meiner Brust. Es stach mal im Rücken, mal in der Brust. Kurzatmigkeit kam hinzu. Selbst beim Gehen auf flachem Untergrund, also keine Berge rauf & runter, kam ich außer Atem. Langsam aber stetig.

Jetzt wurde es Zeit, dass ich mal zu meiner Hausärztin gehe. Mit dem Herzen spielt man nicht. EKG und noch ein paar kleine Untersuchungen, auch weil ich nebenher an Nierenschmerzen litt (was sich aber als solche nicht herausstellten) . Wohl ohne Befund. Dennoch gab es eine Überweisung für den Kardiologen. Einen Termin sollte ich erst in vier Monaten bekommen. Doch durch innerärztlichen Austausch hatte ich meinen Termin knapp zwei Wochen später.

Auch hier wieder, EKG, Ultraschall und noch einiges mehr. Herz ist gesund und am rechten Fleck. Da war ich ja schon mal froh. Es folgte eine Überweisung zum Radiologen. Vielleicht sieht er mehr als was man beim Ultraschall hätte sehen können.

Doch jetzt begann der wirklich große Einbruch. Das Problem war jetzt nicht mehr von der Hand zu weisen. Als ich zum Radiologen wollte, brauchte ich nur fünf Minuten zur Bushaltestelle zu gehen, und war völlig außer Atem und hechelte wie ein Hund. Leichte Panik machte sich breit. Zum Glück konnte ich dort kurz sitzen und versuchen zur Ruhe zu kommen. Im Bus hatte ich Glück und fand gleich einen Sitzplatz. 

Der Weg von der Bushaltestelle zur Radiologie, er ist wirklich nicht weit und dauert vielleicht auch nur ein paar Minuten. Doch ich kam nicht weit. Immer wieder musste ich anhalten, den Hals und die Brust wollte ich mir "ooffrubben wie son een Westbaged" (wie der Sachse so schön sagt). Die Lippenbremse wendete ich an und wenigstens bis zur Radiologie zu kommen.

Doch war man geschockt ob meines Zustandes und bemühte sich um mich. An eine radiologische Untersuchung war nicht zu denken. Das Herz, sicher auch wegen der Panik, hämmerte wie verrückt und so kann man wohl keine Aufnahmen machen. Dies konnte ich nachvollziehen. 

Da es Freitagmittag war, die Ärzte in den Praxen schon Feierabend hatten, sollte ich in die Notaufnahme gehen. Auch hier: gesagt, getan. Man ging ja davon aus, dass es etwas mit dem Herzen zu tun hatte.

Nach der Anmeldung kam ich beinahe sofort an die Reihe. Puls, Blutdruck und eben auch das Blut wurde mir abgenommen.

Die rechte Hand hatte wurde verkabelt, also um immer wieder Blut abzunehmen mit einer Kanüle gespickt. Tatsächlich hatte man dreimal mein Blut angezapft.

Schön ist aber auch, dass man in der Notaufnahme seine Telefone usw. aufladen kann, kostenfrei, glaube ich.

Auch hier wieder EKG, auch Ultraschall des Herzens, abhören und all solche Sachen. Das Herz war okay. Auch im Blut wurde nichts gefunden. Keine Keime, Entzündungen oder ähnliches.

Was also ist los mit mir?

Beinahe hätten sie mich dabehalten um mir ggf. gleich Stents einzusetzen, sollte es medizinisch notwendig sein. War es aber nicht. Auch hier wollte man darauf warten, was vielleicht bei der Radiologie, welche mir einen neuen Termin machte, herauskommt. Um es vorwegzunehmen, das zweite Termin fiel auch ins Wasser, da mein Puls, trotz Ruhephase im Warteraum auch heute zu fix unterwegs war.

Ein paar Tage später bin ich dann wieder zu meiner Hausärztin und sie wollte mich zum Orthopäden schicken. Zum Orthopäden? Ja, wollte sie. Doch ich konnte intervenieren und bekam noch eine Überweisung zum Lungendoktor, ein Termin war ein Tag später möglich, durch das Onlineportal, und ich ging hin.

Hier gab es ein Rundumpaket.

Lungenfunktionstest.

Erst im Ist-Zustand und dann, nach einer Einnahme eines Sprays mit einem Booster, 10 Minuten später noch einmal.

In den zehn Minuten Wartezeit merkte ich plötzlich, wie der Ballast der Betonplatte auf meiner Brust immer leichter wurde, beim Atmen schmerzte die Brust nicht mehr so stark, selbst der Pfeifton beim Atmen verschwand. So fragte ich auch gleich, ob ich eine Macke habe und es mir nur einbilden würde. Nein, es war keine Einbildung. Jetzt also Test 2.

Im Wartezimmer sah ich eine interessante Lampe.

Natürlich wurde auch die Lunge durchleuchtet.

Danach kam es wieder zum Arztgespräch, wo man mir eröffnete, dass es Top-Level-Asthma ist und, dies müssen noch Untersuchungen ergeben, ob nicht auch noch COPD hinzukommt. 

Mir wurden zwei Sprays und auch  Cortisontabletten verschrieben, welche ich ein paar Tage eingenommen habe. Dies sollte auch nur max. fünf Tage geschehen. Das Spray muss ich 2x täglich, 2x nehmen.

Jetzt wird noch eine Schlafüberwachung gemacht, wegen schnarchen und vielleicht auch Atemaussetzungen. Kein Plan was es werden soll.

Bei der Asthmaschulung war ich auch. Dort wurden Übungen gemacht um bei Asthmaanfällen auch ohne Notfallspray wieder zur Ruhe und normalem Atmen zu kommen. Auch wurden Gründe für Asthma aufgezeigt und Hilfe zur Selbsthilfe erbracht. So auch mit einem RC-Cornet Atemtherapiegerät. Vorteil hierbei:

- Löst effektiv festsitzenden Bronchialschleim in den unteren Atemwegen
- Erleichtert das Abhusten und vermindert Atemnot
- Kann den Antibiotikabedarf senken
- Lageunabhängige Anwendung, für Erwachsene und Kinder geeignet
- 5 wählbare Widerstandseinstellungen
- Kombinierbar mit Feuchtvernebler für verbesserte Medikamentendeposition
- Entspricht höchsten klinischen Hygieneanforderungen (KRINKO, sterilisierbar bis 134°C)
- Auf ärztliches Rezept verordnungsfähig

So der Stand der Dinge.

Herr Jens

Die Steigerung von ...

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