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kyoto im regen
17.11.2015 18:47

hatte ich also die, vorerst, touristischen dinge abgearbeitet, da ging es für mich ins hostel. und ich fand mich auch gleich gut zurecht in der stadt kyoto. warum? die stadt ist klasse angelegt, ähnlich wie ein schachbrettmuster. man kann sich eigentlich nicht verlaufen. nee, habe ich auch nicht gemacht :-).

das hostel (sanjo) ist gut gelegen und ich muß sagen, ich war vom ersten augenblick beeindruckt. ein eingangsbereich, da kenne ich hotels die so etwas nicht zu bieten haben. eine kleine aber feine lobby. check in relativ fix. nur mußte ich ein bett-tausch vornehmen, ich wollte nicht schon wieder oben schlafen. aber dies war dann auch kein problem. und so bin ich erst mal in die publik kitchen, kaffee gemacht, kostenfrei. und die küche, nebst terrasse und aufenthaltsbereich, sehr schön angelegt, sehr sauber und einladend. zwei große flatscreens und es lief eine art verkausshow wie man es aus unserem nachtprogramm kennt. nur wurde hier die pfanne mit stäbchen statt messern bearbeitet :-D.

in der lobby standen noch drei computer von birne. habe ich nicht genutzt, hatte ja mein smartphone. und dann bin ich erst mal aufs zimmer. 5 betten, doppelstock, nebeneinander. also für 10 personen. alle mit licht, steckdosen und vorhängen ausgestattet. matratze von guter qualität, sauberes und gutes bettzeug. handtuch wurde schon bereitgelegt. wenn man wollte, auf dem flur standen slipper bereit und noch eine kissenauswahl. ich nahm beides. dann erst mal duschen gewesen. und was soll ich da sagen? es gab zwei arten von duschen. für eine und für zwei personen. und selbst die für eine person war so groß, top. es standen shampoo, conditioner (kenne beides nicht) und duschgel bereit. wasserdruck beinahe wie bei einer massage. und die duschkabine war von der klamottenablage durch eine tür getrennt. was ich sagen will ist, so dusche ich nicht mal daheim :-D.

toiletten nach geschlechtern getrennt. und zu diesem thema (also toiletten) werde ich noch mal etwas gesondert schreiben. dazu waschbecken und hocker usw.. dann umgezogen und in das cafe, welches mit dazu gehört, gegangen. drip & drop, top. ich trank auch gleich mal zwei frisch gezapfte. lecker. und das erste bier war zum halben preis. wer will da meckern?

dann bin ich noch mal losgezogen. etwas essen und die ganze shoppingareas abgrasen. dann zwei dosenbier gekauft. ins hostel. noch baseball (japan vs. puerto rico) gesehen und dann noch etwas im bett gelesen und dann geschlafen. 8 stunden am stück. mal ehrlich, das war lange nicht mehr so. dann früh raus, duschen und das kostenfreie frühstück zu mir nehmen. kostenfrei ist auch das wifi, und in guter qualität. und ich muß sagen, der aufenthalt in diesem hostel hat mich schon beeindruckt. und ich meine, ich komme aus dem business.

dann bin ich los, in der nähe war ja das kyoto international manga museeum. es ist jetzt nicht etwas, was mir so zusagt, aber für einen freund ein zwei bilder geschossen. drinnen durfte man nicht knipsen, daher habe ich mir auch den eintritt gespart.

weiter gings richtung kyoto bahnhof. bin dann in den kyoto tower rein, hochgefahren. aber ehrlich, für ¥ 700 = € 5,32 raus- oder runterzusehen, um mir dabei in die hose zu machen, nöö. dann bin ich eben wieder runter.

da es anfing zu regnen, und dies sollte auch nicht wieder aufhören, ich also nicht im regen rumlaufen wollte, bin ich eben ins kyoto aquarium. und ich muß sagen, dies habe ich auch nicht bereut. es hat sich auch hier gezeigt, daß es sich lohnt mal übern tellerrand (und ich liebe diesen wortwitz in bezug auf meeresgetier und teller :-D) hinauszusehen. die pinguine erinnerten auch an die casinonacht im st.pauli museum von den II. & VIII. damen. es gab dann noch eine delfin show. und dann war ich damit auch durch.

bin dann zurück zum bahnhof. mein shinkansen sollte ja auch wieder richtung tokio fahren. im warteraum lief sumo-ringen.

und da sollte ich zwei dinge erwähnen: ich wollte auf dem bahnsteig noch einen kaffee. fragte den jungen herrn recht freundlich. er zeigte aufs regal. da standen blechflaschen. und ich sagte ihm, daß ich doch heißen kaffee wollte. meinte er nur: fass an. tat ich auch. war heiß. ob die nun von einer heizplatte oder wie in einem ofen erhitzt wurden, ich weiß es nicht. aber es war ja offen. so wie bei einem kühlregal, was ich übrigens auch nie verstehen werde, wie man offen etwas kühlen muß statt es hinter einer glastür zu halten. egal. also den heißen kaffee aus der blechdose getrunken. ähnlich dem automaten.

und der zweite punkt, der mir auffiel, die JR muß ja immer pünktlich sein. wenn man nämlich mal auf die anzeige schaut, in welcher frequenz dort die züge (alleine von kyoto nach tokio um 18:20 uhr rum) fahren, da können die sich gar keine verspätung leisten. das ist mal klar.

und so schlief ich kurz im zug um dann, nach einem kleinen einkauf, um 22 uhr daheim zu sein.

jens

kyoto tempel- & schreintour
shibuya bei nacht

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