16
No
kyoto tempel- & schreintour
16.11.2015 18:31

ich hab doch urlaub, mensch. warum dann also so zeitig aufstehen und nicht noch etwas schlafen? jaja, ich weiß, der frühe vogel fängt den wurm. und was ist, wenn ich gar kein wurm essen will? nun ja, für halbe schweine gibt es ja nun mal keinen spruch. daher also.

da ich im zug, auch im bus (siehe auswärtsfahrten) schnell einschlafe, wenn man mich läßt, war auch kurz nach abfahrt für mich der sandmann da. doch so nach knapp 35/40min werde ich von meinem sitznachbarn geweckt: da, fuji-san. da war ich ihm sehr dankbar. das wollte ich nämlich unbedingt mal knipsen, wenn ich schon selbst nicht raufklettern wollte. arigato. und dann schlief ich wieder ein. habe mich aber vorher nochmals bedankt. und hier zeigt sich auch wieder: ein sehr sehr freundlicher und hilfsbereiter menschenschlag. arigato.

in kyoto angekommen, mein hostel hätte ich erst in 6 stunden beziehen können, erst mal raus aus dem bahnhof.

mich umgesehen. da ist mir sofort das kyoto stadtrundfahrt office ins auge gefallen. und da also gleich hin. wollte nur so eine kleine stadtrundfahrt machen, so wie mit den roten bussen in HH. habe dann eine tempel- und schreintour gebucht. für knappe 5h und schmale ¥ 4.570 = € 34,75. kinkaku-ji temple & stroll around higashiyama tour. und, siehe bilder, viele schöne bilder ... wir du sehen kannst, es hat sich total gelohnt. du weißt schon, stadtrundfahrten und so zeugs ist dann doch eher was für touristen. und ich bin ja der für-mich-so-entdecker. ich glaube aber, und da bin ich auch recht ehrlich zu mir selbst, alleine hätte ich dieses programm sicher nicht abgespult. geschweige denn, daß ich zu genau diesen tempeln und schreine gegangen/gefahren wäre. es war auch so das typische klischee: reiseleiterin mit fähnchen, damit auch jedeR ihr folgen kann. so wie man es sich bei touristen in deutschland vorstellt, 10 städte in 3 tagen. aber ich muß sagen, hat sie sehr schön gemacht. und in den tempelanlagen usw. da hat sie einem freie hand gelassen. natürlich vorher im bus angekündigt, wann es genau weiter geht. und wer die abfahrt verpasst, der hat gelitten. *hallo fanladen, bitte nachmachen :-D.

einige sachen die ich da sah, stehen auch auf der liste des weltkulturerbe der unesco. und ich muß sagen, ich war wirklich sehr beeindruckt. natürlich, so hatte ich mir japan vorgestellt, also einen teil davon, den traditionellen. aber wenn man selbst davor und drinnen steht, wow. drei buchstaben nur, aber es trifft es ziemlich genau.

nachdem wir also von tempel kinkaku-ji zum nächsten fuhren, kamen wir noch an ein paar anderen tempeln und schreinen vorbei. doch dort hielten wir nicht. für uns ging es zum kiyomizu-dera tempel. dort dann aber ein kleiner schock für mich. das wetter (mitte november in kyoto, wo es ja auch im winter kalt ist und schnee liegt) mit strahlendem sonnenschein und gefühlen 30°, was wohl so um die 22°C gewesen sein müssen, zog massen an touristen an. die kleinen engen gassen, beinahe sind die menschen größer als die häuser, verstopften sehr schnell und das vorankommen war sehr mühsam da ja nun auch jedeR darauf bedacht ist, nicht zu drängeln (wenigstens offensichtlich) oder zu schupsen usw.. dies würde als gar unhöflich angesehen werden. und auch bei touristen schaut man da nicht einfach drüber hinweg. daher alles langsam und ... ich freue mich euch mitteilen zu dürfen, auch heute wieder war ich herr der lage und selbstbeherrscht. irre was dieses land aus mir macht :-D.

dort wurden wir von der reiseleiterin alleine gelassen, sie sagte uns nur, daß wir an einem anderen tempel wieder abgeholt werden und wir nun 2,5h zeit hätten uns umzusehen. und ich muß sagen, anfangs dachte ich, die 2,5h sind schon ne lange zeit. aber die braucht man auch. es ist ja nicht immer nur ein tempel, ein schrein und so zeugs dort. dort sind richtige anlagen, weitläufig. und wenn man mal auf die bilder schaut, mitten im berg, in den wäldern gelegen. die blätter färbten sich in vielen bunten farben. es war wirklich wunderschön anzusehen. erinnert etwas an indian summer. wobei ich finde, hier ist es schöner.

schön auch, ab und an den blick zum horizint zu wenden. vom berg blickend auf die kleinen alten häuser mit den gassen und dann in der ferne die stadt kyoto mit ihrem tower. ein toller kontrast, welcher verstärkt wurde, je mehr sich der tag dem ende neigte. die untergehende sonne, im vordergrund ein schrein sowie eine pagode und dann im hintergrund die stadt, und die sonne tat ihr übriges.

und so lief ich dann dort (higashiyama) überall rum, ohne mich zu verlaufen, kam dann zum dritten und letzten teil der reise: kodai-ji tempel. es gibt dazu auch ein schönes video. lohnt sich. dort bin ich auch rumgelaufen. und auch wenn mir dann schon beinahe die beine weh taten, ich zog es durch. und es war einfach traumhaft. wie erklärt man aber traumhaft? ich weiß es nicht. aber ich war auch hier wieder sehr beeindruckt. schon die ganze tour über. eine tour, die ich so jederzeit wieder machen würde.

dann sollten wir um 16:40 uhr wieder abgeholt werden. und hier ein klenes paradebeispiel wie mit bzw auf probleme reagiert wird. da unser bus einfach nicht zu unserem parkplatz kommen konnte, zu viele menschen in zu vielen bussen, schickte das unternehmen einen neuen bus. und ja, ich sehe ein, es ist innerhalb dieser stadt geschehen, aber der neue bus fuhr gerade einmal 5 minuten später ab als geplant. das heißt, der fahrer + reiseleitungen ahnten, daß es keinen weg gibt uns mit bus 1 abzuholen, da fanden sie die lösung mit bus 2. und dies ist, was ich meine, problem = lösung. und nicht erst ewig grüblen, um rat fragen, telefonieren, die gäste vertrösten, zeit verstreichen lassen, verärgert auf gästefragen reagieren, gäste verärgern. man sieht ein problem, man sucht und findet eine lösung die für alle am besten ist. und mit 5min verspätung mit einem anderen bus zu starten, dies ist sicher kein manko. im gegenteil. dies zeichnet es für mich aus. toller job. denn wir kennen es auch anders.

noch etwas zu den geishas auf den bildern. das sind natürlich keine echten geishas. in kyoto kann man in speziellen geschäften sich verkleiden, also anziehen wie geishas. es ist dort für touristen ein spaß, sich so anzuziehen und den ganzen tag diese tempel und schreine zu besuchen, durch die stadt zu laufen, überall damit hinzugehen. so etwas gibt es auch für männer. aber frag mich nicht wie es heißt. da habe ich keinen dunst.

und dann sind wir wieder zum ausgangspunkt unserer tour. knapp 5h und eine menge zu sehen. war echt klasse.

jens

koi! koi! koi!
kyoto im regen

Datenschutzerklärung