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Zurück mit Erinnerungen
14.08.2026 18:12
Es waren ein paar schöne Tage & Nächte in Prag. Nach der Hinfahrt musste es ja auch irgendwann wieder zurück. Et voilà. Die Check-out-Zeit war 12 Uhr. Vielleicht wäre es an einem anderen Tag auch später gewesen. Doch auf einen Freitag, da ist 12 Uhr schon sehr gut. Der Bus sollte um 15:45 Uhr abfahren. Da ich nur einen kleinen Rucksack hatte, wäre es ein einfaches gewesen auch so durch Prag zu laufen. Sicher hätte ich auch mein Gepäck im Hotel deponieren können. Doch ich entschied mich anders. Zug statt Bus, nur einmal umsteigen und zeitlich echt gut. ![]() So buchte ich es in der DB Navigator App, begab mich auch gleich zum Bahnhof. Abfahrt 12:31 Uhr. Jetzt schon zur Überschrift. So schnell bin ich sonst eigentlich nicht. Diesen Bahnhof kannte ich sehr gut. Hier habe ich immer mal wieder ein paar Nächte verbracht. Links die Bahnhofshalle, welche später in den alten Bahnhof übergeht, mit einer großen Kuppel. Rechts mein Schlafplatz. Früher, zu DDR Zeiten, da sind wir oft nach/über Prag gereist. Aus Mangel an Geld und Schlafplätzen, haben wir im Bahnhof Plätze gesucht und gefunden. Ja, es war unbequem, die Luft nicht immer die Beste, Service gab es auch keinen, außer dass man Nachts weggescheucht wurde, damit dort gereinigt wurde und man dann noch mal so bis 8/9 Uhr schlafen konnte. Gepäck in den Fächern verstaut und die Stadt erkundet. Selbiges machten wir auch im Hauptbahnhof in Budapest. Die Bahn bzw. der Bahnhof in Prag macht den gleichen Mist wie in Italien und der Schweiz, siehe letztes Jahr, erst kurz vor Einfahrt des Zuges wird der Bahnsteig bekannt gegeben. Alleine, nur mit Rucksack, mag dies alles noch angehen. Jedoch mit Familie, Kindern, Gepäck, als älterer Mensch, finde ich es sehr anstrengend. Die Wagenreihung, bei mir war es 255, wurde auch nicht angezeigt. So stand ich, natürlich, am falschen Ende. ![]() Der Zug nach Berlin via Decin, 12:31 Uhr, war meiner.
![]() In den Großraumwagen sind mehrere Gepäckboxen für Koffer usw. Ja, Du hast recht, seit ewig vielen Jahren fahre ich mal wieder 2. Klasse. Und nein, es ist mir nicht peinlich und ich schäme mich dessen nicht. ![]() Es gibt Stromanschlüsse via USB und auch Steckdose. Jedoch ist da ein Metallstift, somit nicht für meinen Stecker nutzbar, dies ist wohl teilweise in Tschechien so üblich. Im Hotel war es nicht so, da klappte es normal. Die Fahrkartenkontrolle wurde aus der App gescannt und war entspannt. Auch gab es einen Speisewagen. Für mich jedoch ging es schon wieder mit geschlossenen Augen weiter. So etwas kann ich echt gut.
Der Grenzübergang, auch eine alte Erinnerung an DDR Zeiten, war so nicht spürbar, ähnlich wie im Bus auf der Hinreise. Jedoch ging der Zoll und die Bundespolizei durch und kontrollieren stichprobenartig. In Dresden auf Gleis 12 angekommen, abfahren sollte der IC auf selbigen Bahnsteig. Perfekt. Noch besser war, dass der Zug in Dresden eingesetzt wurde und somit schon 20 Minuten vor Abfahrt einfuhr und ich Platz nehmen konnte.
In Leipzig pünktlich aufgewacht, ich meinte angekommen, bin ich zur Bimmel. Draußen erwartete mich eine Dämse, beinahe hatte ich Angst, dass mir die Haut Blasen schlägt und abfällt. Wie so ein Broiler. Irre. Mid dor Bimmel fuhrsch heme, gam an dor weeßen Elstor vorbei, ausgedroggned. Herr Jens Hier war noch mehr Wasser im Flusslauf. ![]() |