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Auf ein Wort, Okinawa!
20.11.2023 19:52

Natürlich habe ich wieder nicht alles von dieser Insel sehen können. Dafür ist Okinawa einfach zu groß und, wenn man kein Auto hat, eher umständlich zu erkunden. Ja, man kommt von A nach B. Mit dem Bus. Züge, außer die Yui Rail, die Monorail in Naha, sind nicht vorhanden. Wie gesagt, einen internationalen Führerschein zu haben wäre gut. Ich habe aber noch nicht mal einen für das Fahrrad.

Dass die Hauptinsel alleine schon von der Natur verwöhnt wurde und somit wirklich schön Plätze entstanden sind, dies ist ein großer Pluspunkt. Ich schrieb ja schon 2017 etwas über den Urlaub auf Okinawa:

- Okinawa. angekommen

- so eine Extratour

- Die Alten. Und die Geschichte.

- Fanta4, ein Tag am Meer

Somit kann ich dennoch zu heute einen Vergleich ziehen.

Da Okinawa eigentlich keine größere Wirtschaft hat, bleibt vieles an der Landwirtschaft und am Tourismus hängen. Bei letzterem muss die Pandemie ein Schlag ins Kontor gewesen sein. Denn wenn alles auf Tourismus ausgerichtet ist, dann Japan aber komplett die Grenzen dichtmacht und die Haupteinnahmequelle wegfällt, dann erholst Du Dich ganz schwer davon. Vielleicht auch gar nicht mehr. Denn während der Pandemie ist ja auch der Inlandstourismus weggefallen.

Ja, die Touristen kommen gerade wieder nach Okinawa. Vor allem sind es Chinesen. Aber auch Koreaner. Japanische Schulklassen machen ihre Klassenfahrten als Klassenflüge. Egal ob aus Osaka oder Tokyo oder anderen Orten Japans, es sind dort Schulklassen unterwegs. Zum einen erkennt man sie an ihren Uniformen. Denn hier tragen sie keine Schuluniformen. Sie tragen alle T-Shirts mit dem Zeichen von Orion darauf. Es ist weder der Versand gemeint, noch das Raumschiff. Nein! Alles nicht. Obwohl in Japan der Konsum von Alkohol erst mit Erreichen des 20. Lebensjahres erlaubt ist, ist es für die SchülerInnen ein Spaß sich solche T-Shirts zu kaufen und anzuziehen. Denn auf Okinawa ist mit Orion nur eines gemeint: Orion, das Bier. Somit verdient sich die T-Shirtindustrie wenigstens ein paar Scheine.

Ich hatte es hier schon kurz angeschnitten. Die Kokusai dori ist die Haupteinkaufsmeile in Naha. Eigentlich auf ganz Okinawa. Woran man merkt, dass durch die Pandemie vieles sich verändert hat? Massig viele T-Shirtläden, Eisläden, Ramschläden. Ja, so weit, alles in guter Qualität, sicher. Doch wenn Du an zwei Läden mit Souvenirs vorbeigekommen bist, dann brauchst Du nicht noch 15 andere davon. Dies bezieht sich eigentlich auf fast alles. Ein richtiges Alleinstellungsmerkmal oder Highlight gibt es so gar nicht. Ja, ein paar gute Restaurants. Toll. Ja. Doch irgendwie reizt es gerade gar nicht. Zumal von den Touristen auch nicht viel zu erwarten ist. Denen sitzt das Geld auch nicht mehr so locker.

Doch was wirklich auffällt, ist, dass so viel geschlossen hat. Restaurants, Bars, Geschäfte. Dies auf der Kokusai dori, aber noch mehr in den Nebenstraßen. Man sieht immer noch, dass da mal was zum Essen gab. Doch die Rollläden sind runter und dies schon seit langer Zeit. Der Dreck darauf zeugt davon. Bei anderen Geschäften ist es ebenso. Dies sieht aus wie Zahnlücken.

Ich hoffe, denn eigentlich ist es Okinawa wert, dass sich der Tourismus wieder erholt und dann doch wieder das eine oder andere Geschäft öffnet.

Ob ich wieder hinfliegen würde? Ja, denn es gibt noch viel von Okinawa, und den Nachbarinseln, zu erkunden.

Herr Jens

P.S. Und den Orion habe ich auch noch nicht erkundet. Made in Okinawa.

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