14
De
Die Rache & der Seppuku der 46/47
14.12.2022 21:59

Heute ist beim Sengaku-ji Tempel ein Gedenktag. Und da sowieso schönes Wetter ist, ich gestern mein Bett im Kornfeld hatte, rasierte & duschte ich mich und zog los.

Ich war auch schon mal hier. Jetzt nicht beim Tempel, aber kurz davor. Als ich beim Takanawa Gateway, am 28. November. Du erinnerst Dich? Und schön finde ich, wie man Schilder und andere Dinge beleuchtet bzw. wie man den Strom dafür erzeugt. Richtig, mit Solar.

Und nach einem kurzen, vielleicht 500 m Fußweg, da ist man auch schon am Tempel. Den genauen Grund für den Gedenktag, dies erfährst Du gleich noch. Erst einmal zu den Dingen, die man bei solchen Festen immer sieht. Essen & Trinken, vom Feinsten. Noch bevor es in die Tempelanlage geht, aber auch in der Anlage selbst.

Fleisch am Spieß, dann werden Backkartoffeln gedämpft, und es wird auch Fisch am Spieß gegart.

Meine persönlichen Highlights sind, neben dem gegrillten Fleisch, Takoyaki mit Octopus. Und auch sonstige gegrillter Fisch und Fischstücke.

Es fehlt auch nicht Hiroshimayaki, auch bekannt als Okonomiyaki. Hier hatte ich es mal als Slideshow, 2015, aufgenommen.

Ach ja, und Fisch.

Preislich geht es wirklich durch. Da wirst Du für gutes Geld auch gut satt. Und es schmeckt natürlich derbe.

Und doch, ich brauchte noch ein richtiges Mittagessen. Was bietet sich da wohl an?

Für den süßen Schmaus gibt es auch so einige Dinge. Hier einmal, wie man aus Bananen noch etwas Sinnvolles machen kann. Warum ich es so betone? Ich mag Bananen nicht. Schmecken nicht, und ich musste sie immer zuckern, damit ich sie dann essen konnte. Ja, verrückt. Aber ich habe auch immer die Zuckerdosen leergefressen, sodass meine Eltern den Zucker verstecken mussten und dann zu Zuckerersatzstoffen umgestiegen sind.

So, nach der kulinarischen Exkusion, nun zum seelischen Heil und der Erbauung.

Den Aufbau einer Tempelanlage, dies kannst Du sicher via Suchmaschine selbst herausfinden. Oder Du schaust halt auf der Webseite.

Ich habe es vielleicht schon 1- oder 2-mal von Narita berichtet. Ich vermute mal, im Endeffekt bleibt es sich gleich. Doch ich kann mich auch derbe täuschen, daher lege ich nicht meine Hand dafür ins Feuer.

Davor ist eine Art Opferstock, da spendet man etwas Geld und betet oder dankt oder beides. Und hinter dem Glas, da ist der "Kirchenraum", also der Raum für den Gottesdienst. Tessa von Wanderweib beschreibt es sehr gut und ewig besser als ich. Tempelbesuch. Schreinbesuch.

Der Sengaku-ji Tempel, der Aufbau des Tempels ist im Wiki-Link auch gleich erklärt, ist ein S┼Źt┼Ź Zen Buddistischer Tempel.

Berühmt ist dieser Tempel für seine 46/47 Gräber der R┼Źnin. Es geht alles auf die Geschichte Asano Naganori zurück. Und im Wiki-Link ist auch erklärt, warum es verwirrend 46/47 R┼Źnin heißt, was dies alles mit dem Shogun und den Samurai zu tun hat. Da ist Wiki echt hilfreich und mir weit überlegen.

Und was ist nun Seppuku? Du kennst es als Harakiri. Doch im Link wird auch erklärt, dass es ein eher schlimmes Wort für dieses Ritual ist.

Die Links sind wirklich sehr zu empfehlen und daher unbedingt lesenswert.

Heute, am 14. Dezember, wird jährlich an die 46/47 gedacht. Und dementsprechend gibt es eine Prozession zu deren Ehren.

Menschen säumen die Straße zum Tempel. Der Verkehr läuft während dessen weiter. Die Polizei und Ordnungskräfte versuchen eine gewisse Ordnung hineinzubringen. Und dann kommen sie. Voran fährt ein Auto und spielt Musik. Jetzt aber nicht so Rock & Pop.

Und hier gibt es bewegte Bilder.

Die Menschen waren fast gar nicht mehr zu halten. JedeR wollte Bilder, Aufnahmen machen. Dies ist ja auch verständlich. Da sind viele von weit her gekommen. Dies hört man ja auch am Applaus. Und zum Abschlußbild, da drängte dann die Presse und das gemeine Volk zusammen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass einige meiner Beschreibungen, Erklärungen, falsch sind. Oder schlecht wiedergegeben. Sieh es mir nach. Dafür habe ich zur Erklärung ja immer die Links eingefügt. Dies sollte helfen.

Herr Jens

ein Bett im Kornfeld
Setagaya Boroichi Market

Datenschutzerklärung